Tomatensuppe mit Kapern….

… in letzter Zeit hab ich eine regelrechte Verwertungsmacke was Lebensmittel betrifft…. ehrlich, wenn was übrig ist… muss es irgendwie sinnvoll weg… da ist aufessen immer noch der beste Weg… aber hin und wieder bleiben halt Sachen übrig, die zum aufessen… ich sag mal… nicht mehr ganz so ansprechend sind… also, ihr wisst was ich meine… die dunklen Bananen, die schrumpeligen Äpfel… die matschigen Tomaten…. Letztere hatte ich noch einige zu Hause liegen und sah so auf die kleinen roten Dinger herab und da war plötzlich die Idee, denn ich hatte noch Kapern im Kühlschrank, für die es so auch erst mal keine Zukunft gab: Tomatensuppe mit Kapern, yepp, die probiere ich jetzt mal zu kochen und dann werd ich ja sehen ob´s gelingt. Lange Rede, kurzer Sinn, ist gelungen und weil lecker, hier mein Rezept für euch!

ca. 500 gr alte schrumpelige Tomaten,

1 Zwiebel und 2-3 Knobizehen

etwas Weißwein,

Wasser oder Brühe,

einen Schluck Sahne oder Soja-Sahne,

Salz, Pfeffer, Chili, Zucker, Kräuter nach Geschmack (bei mir u.a. Oregano und Basilikum) und

1/2 bis 1 kleines Glas Kapern

Los geht´s: Zwiebeln und Knobi von der Pelle befreien und grob schneiden, Tomaten waschen und schneiden, mit Haut und Haaren sozusagen *g*. Zwiebeln und Knobi in etwas Olivenöl anbraten und mit Weißwein ablöschen, Tomaten dazu und kurz schmoren lassen, mit Wasser oder Gemüsebrühe auffüllen und gut würzen. Bei der Verwendung von frischen Kräutern erst zum Schluss mit hinein aber jetzt schon mal eine gute Portion getrockneter Kräuter nach Geschmack…. Alles gut 30 Minuten köcheln lassen, dann mit dem Zauberstab pürrieren und nochmals auf die Flamme setzen und kurz aufkochen. Die Sahne, die Kapern und die frischen Kräuter zufügen, fertig und super lecker! Ich hab die Suppe dann abkühlen lassen und für zwei Tage im Kühlschrank gehabt, da ich sie erst gestern essen wollte, die Tomaten aber nicht mehr bis Montag durchgehalten hätten 😉 dadurch war sie gut durchgezogen und hatte eine gewisse Schärfe erlangt…

Tomatensuppe mit Kapern

Und wo wir schon mal in der Hexenküche sind: hier noch zwei Rezepte für die Verwertung von Basilikum…. Ich liebe Basilikum, immer steht mindestens ein Topf auf meiner Fensterbank, aber mit dem Basilikum ist es bei mir wie mit allen anderen grünen Pflanzen, irgendwann ist der Lebenshöhepunkt überschritten und die Pflanze quält sich… also muss eine Verwertung her:

Basilikum in Knobiöl:

mind. 1/2 Topf Basilikum und 1 Knobizehe, Olivenöl und Salz

Basilikum so fein hacken, wie du möchtest (bei mir immer etwas größer, da ich gern Kräuter sehe in meinem Essen), die Knobizehe (oder mehrere) pellen und grob schneiden. Mit etwa Salz mischen und in ein sauberes Glas füllen. Anschließend so viel Öl aufgießen, das alles schön bedeckt ist. Einige Tage durchziehen lassen.

Dies verwende ich für Salate oder Soßen, mit Brot gedippt aber auch sehr lecker….

Oregano und Basilikum aus dem Eisschrank:

Eine weitere Verwertung für trauriges Basilikum ist das Eisfach: einfach Oregano (frisch) und Basilikum hacken, in kleinen Dosen einfrieren und als italienische Note für alles verwenden, was eine italienische Note braucht 😉

Lasst es euch schmecken….

Eure Ute

P.S. Ich geh jetzt Apfelmus kochen, denn unser Zwergapfelbaum trägt das erste mal nach sieben Jahren viele Früchte… vielleicht werden es auch noch ein paar getrocknete Apfelringe… mal sehen…. auf alle Fälle werden sie VERWERTET 🙂

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